Zum Inhalt der Seite

Kulturstreik

Aus Protest gegen die Sparpolitik der italienischen Regierung im Kulturbereich sind im am Montag im ganzen Land Kinos, Theater und Konzerthäuser geschlossen geblieben. An dem Kulturstreik nahmen den Organisatoren zufolge mehr als 250000 Menschen teil, darunter prominente Schauspieler wie Riccardo Scamarcio und Toni Servillo sowie der Direktor der Mailänder Scala, Stephane Lissner. Die Regierung will innerhalb der nächsten drei Jahre 280 Millionen Euro im Kulturbereich einsparen, davon 58 Millionen Euro allein beim Etat des Kulturministeriums. Mit ähnlichen Protesten hatten Anfang November Angestellte von Hunderten Museen, darunter des Dogenpalasts in Venedig und des Palazzo Vecchio in Florenz, auf den desolaten Zustand der italienischen Kultureinrichtungen aufmerksam gemacht.

(AFP/jW)
junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 23.11.2010, Seite 13, Feuilleton

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!