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Geldkünste

Unter dem Titel »Memory Cash« hat am Wochenende in Kassel eine Ausstellung begonnen, die auch Geld für das Afrika-Projekt des kürzlich verstorbenen Regisseurs Christoph Schlingensief bringen soll. Das Projekt im Stellwerk des Kulturbahnhofs wurde von Studenten der Kunsthochschule Kassel gestaltet und steht unter dem Motto »Kunst wird zu Geld« bzw. »Geld wird zu Kunst«. Es soll sowohl an Schlingensief als auch an den im Sommer verstorbenen Künstler und Kasseler Kunsthochschullehrer Stefan Demary erinnern. Das »Memory« im Ausstellungstitel stehe sowohl für »Erinnerung« als auch für das gleichnamige Gedächtnisspiel. So hat man beispielsweise zwei Fünf-Euro-Geldscheine auf Vorder- und Rückseite bearbeitet, die ein mögliches Paar ähnlich wie bei »Memory« bilden. Es soll so »einmal mehr« klargemacht werden, »daß künstlerische und finanzielle Wertschöpfung ein unzertrennliches Paar geworden sind« sagen die Veranstalter. Durch den Verkauf solcher Kunstwerke soll Geld in das von Schlingensief initiierte »Festspielhaus Afrika« in Burkina Faso und somit wiederum in die Kunst fließen. Läuft nur bis zum 27. November.

(dapd/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 22.11.2010, Seite 12, Feuilleton

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