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Chile: Späte Konsequenz

London. Nach der spektakulären Rettung von 33 Bergleuten aus einer Mine in Chile will die Regierung des südamerikanischen Landes einem internationalen Abkommen zur Sicherheit von Bergwerken beitreten. Staatschef Sebastian Piñera kündigte am Montag am Rande eines Besuchs in London an, die entsprechende Konvention der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) aus dem Jahr 1995 zu unterzeichnen. Mit dem Abkommen werden Bergarbeiter vor Kündigung geschützt, wenn sie unsichere Arbeitsbedingungen anzeigen. Die Regierung sei dafür verantwortlich, daß die Sicherheitsstandards in den Minen auch erfüllt würden, sagte Piñera der BBC. In Chile demonstrierten unterdessen am Wochenende erneut mehrere hundert Bergleute aus der Unglücksmine in Copiapó gegen das Betreiberunternehmen San Esteban und für die Auszahlung ihrer ausstehenden Löhne. (AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 19.10.2010, Seite 1, Ausland

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