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Friedensnobelpreis für Dissidenten in China

Oslo. Der Oppositionelle Liu Xiaobo erhält als erster Chinese den Friedensnobelpreis. Der inhaftierte chinesische Dissident werde für seinen »langen und gewaltlosen Kampf« für die Menschenrechte in China geehrt, teilte das Nobel-Komitee am Freitag in Oslo mit. China kritisierte die Entscheidung als »Verstoß gegen die Prinzipien« dieser Auszeichnung und warnte vor einer Verschlechterung der Beziehungen zu Norwegen. »Liu Xiaobo ist von der Justiz der Verletzung des chinesischen Gesetzes für schuldig befunden und zu einer Haftstrafe verurteilt worden«, erklärte das Außenministerium. Lius Aktivitäten widersprächen dem Ziel des Preises. Liu sitzt wegen der Mitwirkung bei der Verfassung und Verbreitung einer »Charta 08«, einem gegen die Herrschaftsverhältnisse in China gerichteten Aufruf, im Gefängnis. (AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 09.10.2010, Seite 1, Ausland

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