-
09.10.2010
- → Ausland
Friedensnobelpreis für Dissidenten in China
Oslo. Der Oppositionelle Liu Xiaobo erhält als erster Chinese
den Friedensnobelpreis. Der inhaftierte chinesische Dissident werde
für seinen »langen und gewaltlosen Kampf« für
die Menschenrechte in China geehrt, teilte das Nobel-Komitee am
Freitag in Oslo mit. China kritisierte die Entscheidung als
»Verstoß gegen die Prinzipien« dieser
Auszeichnung und warnte vor einer Verschlechterung der Beziehungen
zu Norwegen. »Liu Xiaobo ist von der Justiz der Verletzung
des chinesischen Gesetzes für schuldig befunden und zu einer
Haftstrafe verurteilt worden«, erklärte das
Außenministerium. Lius Aktivitäten widersprächen
dem Ziel des Preises. Liu sitzt wegen der Mitwirkung bei der
Verfassung und Verbreitung einer »Charta 08«, einem
gegen die Herrschaftsverhältnisse in China gerichteten Aufruf,
im Gefängnis. (AFP/jW)
→ Sie können uns auch mit einer Spende unterstützen
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 3,0
Solidarität jetzt!
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!
→ mehr aus dem Ressort Ausland
