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Protest für bessere Rentenversorgung

Leipzig. Knapp 200 zu DDR-Zeiten geschiedene Frauen haben am Montag in Leipzig für eine bessere Rentenversorgung demonstriert. Mit orangefarbenen Luftballons, Pfeifen und Transparenten protestierten sie gegen ihre »große Diskriminierung«, da sie in der Rentenversorgung nicht mit geschiedenen Frauen aus der alten BRD gleichgestellt würden und oftmals am Existenzminimum leben müßten, sagte die Vorsitzende des Vereins der in der DDR geschiedenen Frauen, Ute Lauterbach. Die in der DDR geschiedenen Frauen würden in der Rentenversorgung wie Alleinerziehende behandelt, die nie verheiratet waren. Zur Wende waren nach den Worten Lauterbachs 800000 geschiedene DDR-Frauen von diesem Problem betroffen. Heute leben nach Angaben der Vereinschefin davon noch etwa 450000. (dapd/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 14.09.2010, Seite 1, Inland

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