-
10.09.2010
- → Inland
Sarrazin ohne Abfindungsanspruch
Berlin. Die Bundesbank müßte ihrem Vorstandsmitglied
Thilo Sarrazin im Falle einer Entlassung wegen seiner feindseligen
Äußerungen über muslimische Migranten keine
Abfindung zahlen. Eine solche sei für den Fall der
Auflösung des Dienstverhältnisses vertraglich nicht
zugesichert, hieß es nach Angaben der Linkspartei vom
Donnerstag in einem Schreiben des Finanzministeriums. Parteivize
Katja Kipping forderte die Bundesregierung im Hamburger Abendblatt
auf, »einen goldenen Handschlag für Sarrazin
auszuschließen«.
(AFP/jW)
(AFP/jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Solidarität jetzt!
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!
→ mehr aus dem Ressort Inland