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Sarrazin ohne ­Abfindungsanspruch

Berlin. Die Bundesbank müßte ihrem Vorstandsmitglied Thilo Sarrazin im Falle einer Entlassung wegen seiner feindseligen Äußerungen über muslimische Migranten keine Abfindung zahlen. Eine solche sei für den Fall der Auflösung des Dienstverhältnisses vertraglich nicht zugesichert, hieß es nach Angaben der Linkspartei vom Donnerstag in einem Schreiben des Finanzministeriums. Parteivize Katja Kipping forderte die Bundesregierung im Hamburger Abendblatt auf, »einen goldenen Handschlag für Sarrazin auszuschließen«.

(AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 10.09.2010, Seite 2, Inland

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