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Tagebuch eines Fußballmuffels

Von Maik Hölzel
Kraken lügen nicht, auch um andere übers Ohr zu hauen sind sie zu ehrlich. Nicht so die FIFA. Was wird denn bleiben nach all dem Vuvuzela­gebrumm? Ein paar überdimensionierte Stadien, ein paar Wochen lang hat die Welt wahrgenommen, daß es das Land am Kap der Guten Hoffnung auch noch gibt. Die Südafrikaner waren gute Gastgeber, haben sich verausgabt, um eine ordentliche Weltmeisterschaft auf die Beine zu stellen. Den Gewinn werden andere mit nach Hause nehmen. Geschätzte zwei bis drei Milliarden Dollar, hoffentlich läßt die FIFA wenigstens die Bälle für südafrikanische Nachwuchskicker da, damit die noch eine Weile weiter träumen können, von einer besseren Zukunft in einem der großen europäischen Klubs etwa. Man könnte meinen, die FIFA ist der eigentliche Krake, der sich mit seinen Saugnäpfen überall festklammert – jedoch, Kraken sind eigentlich zu ehrlich, ich mag ihnen mit diesem Vergleich kein Unrecht tun.
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Erschienen in der Ausgabe vom 12.07.2010, Seite 16, Sport

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