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Tagebuch eines ­Fußballmuffels

Von Maik Hölzel
Heute esse ich mal beim Koreaner. Der Großbildfernseher ist ausgeschaltet. Angenehme Ruhe. Leider ist das Essen versalzen. Kim Jong Il wird doch nicht etwa seine Drohungen wahrgemacht haben? Der Koch, ein Vietnamese, schüttelt den Kopf. »Sieben zu null!« raunt er mir zu. Aha, ein K.o.-Sieg, aber um Pingpong kann ich mich nicht auch noch kümmern. Schließlich muß ich die deutsche Mannschaft am Mittwoch anfeuern, wie ich gelobt habe. Dazu brauche ich noch so eine Plastetröte, Venezuela nennt man die wohl. Man muß sich nur zu helfen wissen: Ein paar leere Toilettenpapierrollen aneinandergeklebt ergeben ein schönes Didjeridoo. Ist zwar australisch, aber wenn ich das schwarz-rot-gold anstreiche, merkt vielleicht keiner was.
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Erschienen in der Ausgabe vom 23.06.2010, Seite 16, Sport

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