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Konstituierende ­Sitzung in Bagdad

Bagdad. Mehr als drei Monate nach der Parlamentswahl im Irak sind die Abgeordneten am Montag zu ihrer konstituierenden Sitzung zusammengekommen. Die Versammlung wurde allerdings schon nach knapp 20 Minuten wieder vertagt und blieb damit weitgehend symbolisch. Grund ist, daß nach wie vor keines der politischen Lager über eine Mehrheit verfügt. Daher konnten wichtige Ämter wie das des Staatspräsidenten, des Regierungschefs und des Parlamentspräsidenten noch nicht besetzt werden. Die Parteien bräuchten mehr Zeit, um sich zu einigen, sagte der amtierende Parlamentspräsident Fuad Massum. Es wurde erwartet, daß der Prozeß noch mehrere Monate dauern könnte.

Schwere Gefechte und Bombenexplosionen rund um die irakische Zentralbank hatten am Sonntag mindestens 26 Menschen das Leben gekostet. Nach Militärangaben versuchte eine Gruppe von Aufständischen in gestohlenen Uniformen, das Gebäude in Bagdad zu stürmen. Es kam zu einem stundenlangen Feuergefecht mit Sicherheitskräften, in dessen Verlauf drei Angreifer Sprengstoffwesten zündeten. Zuvor waren bereits im Umfeld der Bank mehrere Bombenanschläge verübt worden. Nach Polizei- und Krankenhausangaben wurden 26 Menschen getötet und mehr als 60 verletzt.
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(apn/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 15.06.2010, Seite 7, Ausland

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