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Linke ohne eigenen Kandidaten?

Halle. Der stellvertretende Vorsitzende der Linksfraktion im Bundestag, Dietmar Bartsch, hält den Verzicht auf die Nominierung eines eigenen Präsidentschaftskandidaten für möglich. »Wir müssen alle Optionen sehr ernsthaft prüfen«, sagte er der in Halle erscheinenden Mitteldeutschen Zeitung (Montagausgabe). Ob man einen eigenen Kandidaten ins Rennen schicke, sei offen. »Da gehen die Meinungen auseinander.« Er plädiere »für ein geschlossenes Agieren aller 125 Wahlfrauen und -männer der Linkspartei« und für eine Entscheidung bis Dienstag. Bartsch kritisierte, daß SPD und Grüne sich nicht um einen rot-rot-grünen Kandidaten bemüht hätten. Der frühere Bürgerrechtler Joachim Gauck sei für die Linkspartei jedenfalls »sehr, sehr problematisch. Er steht im Osten nicht für Versöhnung, sondern für Spaltung.« Gauck sei deshalb in den neuen Bundesländern auch nicht sehr populär.

(ots/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 07.06.2010, Seite 5, Inland

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