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US-Justiz ermittelt wegen Ölpest

New Orleans. Sechs Wochen nach dem Untergang der BP-Ölplattform »Deepwater Horizon« nimmt die US-Regierung straf- und zivilrechtliche Ermittlungen auf. Das Vertrauen in den Konzern BP, die größte Ölpest in der Geschichte der USA bald in den Griff zu bekommen, ist dahin. Der am Mittwoch gestartete jüngste Versuch zur Eindämmung der Umweltkatastrophe wird von Experten skeptisch beurteilt. Die Aktienkurse des britischen Konzerns sinken weiter.

Die Bundesbehörden dürften nicht nur BP ins Visier nehmen: »Wir werden die Handlungen aller Beteiligten genauestens überprüfen«, sagte Justizminister Eric Holder am Dienstag in New Orleans. Mögliches illegales Verhalten werde aufs härteste geahndet. Nachdem sich nun auch die Justiz eingeschaltet hat, kommen die Aktien von BP weiter unter Druck. Nach einem Kursrutsch von 13 Prozent am Dienstag setzte sich der Abwärts­trend am Mittwoch fort. Die Zukunft von BP gilt als ungewiß: Der Konzern bezifferte die Kosten bislang mit knapp einer Milliarde Dollar.
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Unterdessen bedroht die Ölpest die Strände von Florida. Ein dünner Ölfilm wurde 14 Kilometer von den berühmten weißen Sandstränden von Pensacola entfernt gesichtet, wie die Behörden erklärten. Obwohl Helfer zum Schutz der Küste Barrieren gegen das Öl errichteten, wurde nicht damit gerechnet, daß sie es vollständig von den Stränden fernhalten können.

(apn/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 03.06.2010, Seite 6, Ausland

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