Zum Inhalt der Seite

ADAC schmollt mit Bundeskanzlerin

München. Der ADAC ist vergräzt und will nicht an einem Treffen zur Gründung der sogenannten Nationalen Plattform für Elektromobilität der Bundesregierung teilnehmen. Verbandspräsident Peter Meyer habe seine Teilnahme an der Veranstaltung abgesagt, da bei dem Treffen am kommenden Montag in Berlin die Interessen der Verbraucher »entschieden zu wenig berücksichtigt« würden, teilte Europas größter Autofahrerverein am Dienstag in München mit. In einem Brief an Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) begründet Meyer die Absage demnach damit, daß fast ausschließlich Vertreter der Industrie, der Wissenschaft und der Politik über die Mobilität der Zukunft diskutierten. Die Verbraucherseite dagegen sei deutlich unterrepräsentiert. Zur Zeit fahren in Deutschland laut Kraftfahrzeugbundesamt knapp 1600 Elektroautos, die Bundesregierung will bis 2020 eine Million auf die Straße bringen. (AFP/jW)

junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 28.04.2010, Seite 9, Kapital & Arbeit

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!