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Ehrung für Berliner Kommunisten

Berlin. Am kommenden Sonntag soll in Berlin ein Teil des Stadtparks Hellersdorf nach Kurt Julius Goldstein benannt werden. Das teilte die Berliner Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschisten. (VVN-BdA) am Donnerstag mit. Im Dezember 2009 hatte das Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf die Umbenennung beschlossen. Kurt Julius Goldstein, der lange Zeit im Bezirk gewohnt hatte, nahm 1936 als Interbrigadist am Spanischen Bürgerkrieg teil. Später wurde er als Jude und Kommunist von den Nazis verfolgt und zu Zwangsarbeit verurteilt. Goldstein überlebte das Vernichtungslager Auschwitz und den Todesmarsch nach Buchenwald 1945. Nach dem Krieg engagierte er sich in der KPD und siedelte 1951 in die DDR über, wo er als Journalist arbeitete. Goldstein starb am 24. September 2007 in Berlin. Die Ehrung beginnt um 11 Uhr am neuen Steg an der Heidenauer Straße. (jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 09.04.2010, Seite 5, Inland

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