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03.04.2010
- → Inland
Kundus-Ausschuß: Kritik an Regierung
Chemnitz. Der ehemalige UN-Sonderbeauftragte für Afghanistan
und heutige Grünen-Bundestagsabgeordnete Tom Koenigs
führt den tödlichen NATO-Luftschlag in Kundus vom
September vergangenen Jahres unter anderem auf mangelnde
Landeskenntnis der deutschen Soldaten zurück. Sie seien meist
nur kurze Zeit in Afghanistan und hätten daher »wenig
Zugang zur Bevölkerung«, sagte Koenigs der in Chemnitz
erscheinenden Freien Presse (Samstagausgabe). So leuchte nicht ein,
wie man auf die Idee kommen könne, an den Tanklastern hielten
sich keine Zivilisten auf. Koenigs, der im
Kundus-Untersuchungsausschuß sitzt, warf der Bundesregierung
zugleich mangelnde Kooperation bei der Aufklärung vor. So
erhalte der Ausschuß »die nötigen Unterlagen nur
sehr langsam«. Zudem versuchten die Regierungsfraktionen von
CDU/CSU und FDP »mit allen Mitteln, die Untersuchungen in die
Länge zu ziehen«. (ddp/jW)
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