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Irak: Aussagen über Wahlmanipulation

Bagdad. Nach der Parlamentswahl im besetzten Irak gibt es Streit um Wahlfälschungen. Das Bündnis des früheren Regierungschefs Ijad Allawi sprach am Freitag von »unverhohlenem Betrug« zugunsten der Partei von Ministerpräsident Nuri Al-Maliki, mit dem sich ersten Teilergebnissen zufolge ein Kopf-an-Kopf-Rennen abzeichnete. Es seien Zahlen »manipuliert und geändert« worden, um das Ergebnis zugunsten von Malikis Rechtsstaatsallianz zu beeinflussen, sagte die Kandidatin Intissar Allawi, eine Verwandte Allawis, die seinem schiitisch-sunnitischen Bündnis Irakija angehört. In der nordirakischen Provinz Kirkuk wurden demnach Stimmzettel zugunsten des Allawi-Bündnisses in Mülleimern gefunden.

(AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 13.03.2010, Seite 7, Ausland

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