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Kyritz: Denkmal für Zwangskollektivierte

Kyritz. Ein Denkmal für die Opfer der »Zwangskollektivierung« in der DDR vor 50 Jahren soll im nordbrandenburgischen Kyritz errichtet werden. Darauf hätten sich der Deutsche Bauernbund (DBB) und die Stadt vergangene Woche geeinigt, teilte DBB-Präsident Kurt-Henning Klamroth am Montag mit. Die Steintafel soll an den »Sozialistischen Frühling« erinnern, der am 25. April 1960 seinen Abschluß fand. Die Folgen der Zwangskollektivierung belasteten die ostdeutsche Agrarwirtschaft bis heute, behauptete Klamroth. Innerhalb kürzester Zeit seien damals etwa 400000 Bauern »mit brutaler Gewalt und Psychoterror« gezwungen worden, ihr Eigentum in Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaften (LPG) einzubringen. Zahlreiche Landwirte hätten sich der Kollektivierung durch Selbstmord oder Flucht in den Westen entzogen, sagte der DBB-Präsident. Das Denkmal soll am 25. April in Kyritz eingeweiht werden.

(ddp/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 02.03.2010, Seite 4, Inland

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