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Irischer Minister zurückgetreten

Dublin. Nach einem Meineid zu Anschuldigungen gegen einen politischen Gegner ist Irlands Verteidigungsminister Willie O’Dea zurückgetreten. Er habe einen »schlimmen und dummen Fehler« gemacht, begründete der seit 2004 amtierende O’Dea am Donnerstag abend im Rundfunksender RTE seine Rücktrittserklärung.

Der Minister habe die Konsequenzen aus dem Wirbel gezogen, die seine Äußerungen über einen politischen Gegner verursacht hätten, sagte ein Regierungssprecher in Dublin. Am Mittwoch hatte O’Dea von der Regierungspartei Fianna Fail noch ein Mißtrauensvotum im irischen Parlament überstanden. Vergangenes Jahr war berichtet worden, O’Dea habe Maurice Quinlivan, einem Stadtverordneten der Sinn-Fein-Partei, vorgeworfen, er sei an einem Bordell beteiligt. O’Dea wies dies jedoch zurück und stritt die Vorwürfe sogar in einer eidesstattlichen Erklärung ab. Daraufhin veröffentlichte ein Journalist eine Tonaufnahme, auf der O’Deas Anschuldigung gegen Quinlivan zu hören war. (AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 20.02.2010, Seite 6, Ausland

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