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09.02.2010
- → Feuilleton
Klamm, aber fotogen
Nach Bundesverbraucherschutzministerin Ilse Aigner (CSU) verlangen
die Kommunen gesetzliche Auflagen für Internetangebote wie
»Google Street View«. »Aufnahmen von
Straßen, Wegen und Plätzen sollten an die Zustimmung der
Kommune geknüpft werden«, sagte Gerd Landsberg,
Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städte- und
Gemeindebundes, den Ruhr Nachrichten (Montagausgabe). Den Kommunen
solle das Recht eingeräumt werden, Sondernutzungsgebühren
zu erheben. Zudem sei es richtig, für die Verwertung von
Straßen- und Gebäudeaufnahmen im Internet auch die
individuelle Zustimmung der Eigentümer einzuholen.
»Angesichts immer weitreichender Auswertungs- und
Verknüpfungsmöglichkeiten von Daten ist es notwendig,
eine grundsätzliche Datenschutzdebatte in Politik und
Gesellschaft zu führen, die Chancen und Risiken neu
austariert.«
(ddp/jW)
(ddp/jW)
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