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Antarktis: Angriff auf Walschützer

Sydney. Einen Monat nach dem Zusammenstoß eines japanischen Walfangschiffs mit einem Schnellboot von Walschützern ist es erneut zu einem Zwischenfall in antarktischen Gewässern gekommen. Die australische Meeresschutzorganisation Sea Shepherd beschuldigte japanische Walfänger am Wochenende, eines ihrer Schiffe absichtlich gerammt zu haben. Die »Yushin Maru No. 3« sei mit der »Bob Barker« bei Cape Denley in australischen Gewässern kollidiert und habe dabei oberhalb der Wasserlinie ein ein Meter großes Loch in das Walschützerboot gerissen. Verletzt wurde bei dem Vorfall niemand.

Der Chef der Sea-Shepherd-Mission, Paul Watson, sprach von einer »fortgesetzten Eskalation der Gewalt« der Japaner. Seit dem Zusammenstoß des Walfängers »Shonan Maru No. 2« mit dem Trimaran »Ady Gil« der Meeresschutzbewegung am 6. Januar, der bislang nicht geahndet worden sei, fühlten sich die Japaner offenbar zu allem berechtigt und hätten »keine Gewissensbisse, die Besatzung von Sea Shepherd zu gefährden«, sagte Watson. Er rief Australien und Neuseeland zu rechtlichen Schritten gegen die Walfänger auf. (AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 08.02.2010, Seite 6, Ausland

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