Zum Inhalt der Seite

Wer an wen für Valuta

Das Moses-Mendelssohn-Zentrum (MZZ) Potsdam plant für 2011 eine Konferenz über DDR-Kunstverkäufe. In drei Tagen sollen zwölf Vorträge gehalten werden. Der Konferenztitel lautet »Kunst gegen Valuta – der staatliche Ausverkauf von Kunst und Antiquitäten zur Devisenbeschaffung in der DDR«. »Wir wollen herausbekommen, was damals tatsächlich geschehen ist«, versicherte MZZ-Direktor Julius H. ­Schoeps am Dienstag. Erörtert werden sollen der staatliche Zugriff auf private Sammlungen, die Rolle der Museen als Zulieferer und Profiteure sowie die Bedeutung der Kunsthändler. Entscheidende Fragen seien: An wen sind welche Werke verkauft worden? Wem gehören sie heute? Das Thema werde mit der Konferenz in Berlin oder Potsdam erstmals groß aufgegriffen. Es gehe dabei auch um die »Rückgabeproblematik«. Teilnehmen sollen Kunsthistoriker, Juristen, Museumsvertreter und Zeitzeugen aus dem In- und Ausland. Im Anschluß ist eine Ausstellung in Potsdam geplant.

(ddp/jW)
junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 03.02.2010, Seite 13, Feuilleton

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!