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Karsai will Taliban einbinden

London/Washington. Der afghanische Präsident Hamid Karsai will »gemäßigte Taliban und Aufständische« wieder ins zivile Leben einbinden. Ihnen sollte die Möglichkeit gegeben werden, Arbeit zu finden und in ihre Heimatdörfer zurückzukehren, sagte er am Freitag dem britischen Radiosender BBC. Dafür wolle er Gelder aus den Fonds der internationalen Gemeinschaft verwenden. »Radikalen Unterstützern« der Taliban, die Mitglieder des Terrornetzwerkes Al-Qaida oder anderer terroristischer Gruppen sind, sollten solche Angebote aber nicht gemacht werden. Karsai kündigte an, daß die internationale Gemeinschaft auf der Afghanistan-Konferenz in London in der nächsten Woche seinen Plan und die Finanzierung billigen werde.

US-Außenministerin Hillary Clinton hat am Donnerstag die Grundzüge der künftigen zivilen US-Strategie für die Stabilisierung von Afghanistan und Pakistan vorgestellt. »Während unsere militärische Mission in Afghanistan ein Ende haben wird, haben wir uns dennoch verpflichtet, langanhaltende Partnerschaften mit Afghanistan und Pakistan einzugehen«, sagte sie in Washington. Zu einer zivilen Strategie gehört laut Clinton unter anderem die Unterstützung des afghanischen Landwirtschaftssektors und die »Reintegration von Extremisten« in die Gesellschaft.
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(AFP/apn/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 23.01.2010, Seite 6, Ausland

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