Zum Inhalt der Seite

Außenminister von Ecuador zurückgetreten

Quito. Im Streit um einen Verzicht auf Ölbohrungen in einem Naturreservat hat der ecuadorianische Außenminister Fander Falconi seinen Rücktritt erklärt. Hintergrund sei die Kritik von Präsident Rafael Correa an den Verhandlungen über ein internationales Abkommen, mit dem die Erschließung der Ölvorkommen verhindert werden solle, erklärten Beamte des Außenministeriums am Dienstag in Quito. Dabei geht es um Finanzhilfen aus dem Ausland in Höhe von drei Milliarden Dollar innerhalb von zehn Jahren. Im Gegenzug sollen die Ölvorräte im Yasuni-Nationalpark mit einem Umfang von 850 Millionen Barrel nicht gefördert werden. In dem Streit geht es um die Forderungen ausländischer Regierungen nach Kontrollmöglichkeiten bei der Verwendung der Mittel. Correa verurteilte dies als inakzeptable Einschränkung der Souveränität Ecuadors. (apn/jW)
junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 14.01.2010, Seite 2, Ausland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!