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Menschenkette gegen Neonazis

Dresden. Mit einer Menschenkette will das offizielle Dresden am 13. Februar – dem 65. Jahrestag der Zerstörung ihrer Stadt – gegen einen geplanten Aufmarsch Tausender Neonazis protestieren. Wie Oberbürgermeisterin Helma Orosz (CDU) am Mittwoch in der sächsischen Landeshauptstadt sagte, soll die 1,5 Kilometer lange Kette um die historische Altstadt ein »positives Zeichen für Versöhnung und Toleranz« sein und die Stärke der Stadt zeigen. In Dresden werden an diesem Tag mehr als 6500 Rechtsextremisten, darunter mehrere hundert gewaltbereite Neonazis, erwartet. Orosz sagte, Dresden werde sich seine Erinnerungskultur von niemandem nehmen lassen. Alle demokratischen Kräfte müßten sich gegen den Mißbrauch der Geschichte stellen, erklärte die Oberbürgermeisterin. Unterstützung für die Menschenkette kommt vom DGB. Der Regionsvorsitzende Ralf Hron sagte am Mittwoch, die Initiative sei ein »Zeichen gegen die Vereinnahmung der Trauer durch Rechtsextreme«. Bei den alliierten Bombenangriffen am 13. und 14. Februar 1945 waren nach den Ergebnissen einer von der Stadt eingesetzten Historikerkommission bis zu 25000 Menschen ums Leben gekommen.

(ddp/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 14.01.2010, Seite 4, Inland

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