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Asse-Skandal: Jüttner will nicht verantwortlich sein

Hannover. Der ehemalige Landesumweltminister Wolfgang Jüttner (SPD) hat vor dem Asse-Untersuchungsausschuß des niedersächsischen Landtags eine Verantwortung für die Zustände in dem Atommülllager von sich gewiesen. Der Skandal habe sich vor seiner Amtszeit bei der Einlagerung von Atommüll ereignet, sagte der heutige Vorsitzende der SPD-Landtagsfrak­tion am Donnerstag vor dem Gre­mium. Für die Entscheidung von 1997, die Asse nicht nach Atom-, sondern nach Bergrecht stillzulegen, seien der damalige Bundesforschungsminister Jürgen Rüttgers und seine Kollegin im Umweltressort, Angela Merkel, verantwortlich gewesen. Jüttner war von 1998 bis 2003 Landesumweltminister. (AP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 08.01.2010, Seite 2, Inland

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