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Usain Sarrazin

Der frühere Finanzsenator Thilo Sarrazin (SPD) ist vom Stadtmagazin Tip zum »peinlichsten Berliner« gekürt worden. Sarrazin kam allerdings nur auf den ersten Platz, weil das Magazin den Comedian Mario Barth außer Konkurrenz führte. Barth sei der »Usain Bolt der Peinlichkeit« und für Normalsterbliche uneinholbar, hieß es zur Begründung. Zur Wahl Sarrazins schrieb das Magazin, der »notorische Zwangs-provokateur« habe mit seiner Tirade gegen seine »Lieblings-Bashing-Opfer« wie Hartz-IV-Bezieher, Türken und Araber einmal mehr seinen »enorm elitären Dünkel« offenbart. Auf dem zweiten Platz landete der früherer S-Bahn-Geschäftsführer Produktion, Ulrich Thon, als Mitverantwortlicher für das Berliner S-Bahn-Chaos. Auf den dritten Rang kamen die »Autoabfackler«, auf den Plätzen vier und fünf folgen der Manager des abstiegsbedrohten Fußball-Bundesligisten Herta BSC, Michael Preetz, und der Architekt des Humboldt-Forums, Franco Stella. (ddp/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 22.12.2009, Seite 12, Feuilleton

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