-
22.12.2009
- → Feuilleton
Usain Sarrazin
Der frühere Finanzsenator Thilo Sarrazin (SPD) ist vom
Stadtmagazin Tip zum »peinlichsten Berliner«
gekürt worden. Sarrazin kam allerdings nur auf den ersten
Platz, weil das Magazin den Comedian Mario Barth außer
Konkurrenz führte. Barth sei der »Usain Bolt der
Peinlichkeit« und für Normalsterbliche uneinholbar,
hieß es zur Begründung. Zur Wahl Sarrazins schrieb das
Magazin, der »notorische Zwangs-provokateur« habe mit
seiner Tirade gegen seine »Lieblings-Bashing-Opfer« wie
Hartz-IV-Bezieher, Türken und Araber einmal mehr seinen
»enorm elitären Dünkel« offenbart. Auf dem
zweiten Platz landete der früherer
S-Bahn-Geschäftsführer Produktion, Ulrich Thon, als
Mitverantwortlicher für das Berliner S-Bahn-Chaos. Auf den
dritten Rang kamen die »Autoabfackler«, auf den
Plätzen vier und fünf folgen der Manager des
abstiegsbedrohten Fußball-Bundesligisten Herta BSC, Michael
Preetz, und der Architekt des Humboldt-Forums, Franco Stella.
(ddp/jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Solidarität jetzt!
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!
→ mehr aus dem Ressort Feuilleton