Zum Inhalt der Seite

Betrugsvorwurf gegen Blair

London. Der frühere britische Generalstaatsanwalt Ken Macdonald hat Expremierminister Anthony Blair wegen der Beteiligung seines Landes am Irak-Krieg scharf angegriffen. In einem Beitrag für die Zeitung The Times warf der frühere Leiter der britischen Anklagebehörden Blair am Montag vor, zusammen mit dem damaligen US-Präsidenten George W. Bush einen »erschreckenden Betrug« betrieben zu haben. Blair habe sein Land »in die Irre geführt«, um die Menschen von dem »tödlichen« Krieg zu überzeugen. Blair hatte die britische Beteiligung am Irak-Krieg am Sonntag verteidigt. Er hätte sich im Jahr 2003 auch für den Krieg im Irak entschieden, wenn er gewußt hätte, daß das Land nicht über Massenvernichtungswaffen verfüge, sagte Blair der BBC. (AFP/jW)
junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 15.12.2009, Seite 6, Ausland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!