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Razzien gegen Hausprojekte

Berlin. Mehr als 140 Polizisten haben am Montag Wohnungen in zwei Hausprojekten in der Liebigstraße im Berliner Stadtteil Friedrichshain mehrere Stunden lang durchsucht – nach Angaben der Bewohner ohne richterlichen Durchsuchungsbeschluß. Die Beamten waren offenbar auf der Suche nach Hinweisen bezüglich einer Beteiligung der Bewohner der linksalternativen Hausprojekte an Brandanschlägen auf Autos. In der Nacht zu Montag war ein 23jähriger festgenommen worden, weil er verdächtigt wird, Autos angezündet zu haben. Die Bewohner werteten die Polizeiaktion als Einschüchterungsversuch.

Aufgrund massiver Medienkampagnen, die ein härteres Vorgehen gegen die linke Szene fordern, stehen Polizei und Justiz in Berlin derzeit unter Erfolgsdruck. Eine Spontandemonstration der Bewohner gegen den Einsatz sollte am Dienstag abend um 21 Uhr am Bersarinplatz beginnen.

(jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 18.11.2009, Seite 5, Inland

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