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Protest gegen ­Reaktorneubau

Hamburg. 25 Greenpeace-Aktivisten protestieren seit Montag im Fehmarnbelt zwischen der deutschen und der dänischen Küste gegen den Schiffstransport von Atomtechnologie zur Baustelle des Atomkraftwerks im finnischen Olkiluoto. Fünf Schlauchboote mit Antiatomflaggen und dem Banner »Atomkraft schadet Europa« und das Greenpeace-Schiff »Arctic Sunrise« begleiten den Schwerlastfrachter. An Bord des Schiffes sind Dampferzeuger für den Neubau des Europäischen Druckwasserreaktors (EPR). Die Aktivisten fordern den Stopp der Arbeiten an dem Kraftwerk.

Die Inbetriebnahme des Reaktors, der ein Gemeinschaftsprojekt der französischen Areva und Siemens ist, war vier Jahre nach Baubeginn im Mai 2009 geplant. Mehr als 2300 bisher nachgewiesene Fehler und Sicherheitsmängel beim Bau des EPR-Prototypen in Finnland haben die Fertigstellung des Kraftwerkes laut Greenpeace massiv verzögert.

(ddp/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 17.11.2009, Seite 4, Inland

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