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Gasag muß mit ­Klagen rechnen

Berlin. Die Berliner Verbraucherzentrale will mit einer Sammelklage gegen unzulässige Preiserhöhungen des Gasversorgers Gasag vorgehen. Derzeit werde eine Einziehungsklage von 100 Kunden vorbereitet, teilte die Verbraucherzentrale mit. Grund sei das Scheitern einer zweiten Gesprächsrunde über eine außergerichtliche Lösung. Da sich der Gasversorger weiterhin weigere, seinen Kunden die ohne Rechtsgrund gezahlten Preiserhöhungen zurückzuerstatten, müsse jeder Betroffene nun einzeln vor Gericht sein Geld einfordern. Um zu verhindern, daß die Forderungen aus dem Jahr 2005 verjährten, sollten Betroffene bis Jahresende einen Mahnbescheid beantragen, sagte der Vorstandsvorsitzende der Verbraucherzentrale, Jürgen Keßler.

(ddp/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 17.11.2009, Seite 5, Inland

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