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Karadzic bekommt Pflichtverteidiger

Den Haag. Wegen der Weigerung von Radovan Karadzic, vor dem Jugoslawien-Tribunal zu erscheinen, hat das Den Haager Gericht die zwangsweise Ernennung eines Pflichtverteidigers angekündigt. Dieser werde den früheren Präsidenten der bosnischen Serben vertreten, wenn er den Verhandlungen auch weiterhin fernbleibe, teilte das Tribunal am Donnerstag abend mit. Anschließend wurde das Verfahren auf den 1. März 2010 vertagt, um dem neuen Anwalt Zeit zur Einarbeitung zu geben. Karadzic war dem Auftakt seines Prozesses in der vergangenen Woche mit der Begründung ferngeblieben, er brauche mehr Zeit für seine eigene Verteidigung. Die letzte Version seiner Anklageschrift war ihm erst eine Woche vor Verhandlungsbeginn vorgelegt worden. (AP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 07.11.2009, Seite 6, Ausland

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