-
07.11.2009
- → Ausland
Karadzic bekommt Pflichtverteidiger
Den Haag. Wegen der Weigerung von Radovan Karadzic, vor dem
Jugoslawien-Tribunal zu erscheinen, hat das Den Haager Gericht die
zwangsweise Ernennung eines Pflichtverteidigers angekündigt.
Dieser werde den früheren Präsidenten der bosnischen
Serben vertreten, wenn er den Verhandlungen auch weiterhin
fernbleibe, teilte das Tribunal am Donnerstag abend mit.
Anschließend wurde das Verfahren auf den 1. März 2010
vertagt, um dem neuen Anwalt Zeit zur Einarbeitung zu geben.
Karadzic war dem Auftakt seines Prozesses in der vergangenen Woche
mit der Begründung ferngeblieben, er brauche mehr Zeit
für seine eigene Verteidigung. Die letzte Version seiner
Anklageschrift war ihm erst eine Woche vor Verhandlungsbeginn
vorgelegt worden. (AP/jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Solidarität jetzt!
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!
→ mehr aus dem Ressort Ausland