-
14.10.2009
- → Inland
Sarrazin verliert nur eine Zuständigkeit
Frankfurt/Main. Das Bundesbank-Vorstandsmitglied Thilo Sarrazin
(Foto) ist von einem seiner drei Zuständigkeitsbereiche
entbunden worden. Wie die Bundesbank am Dienstag nach einer
Vorstandssitzung mitteilte, ist Sarrazin ab sofort nicht mehr
für den Bereich Bargeld zuständig. Er bleibt aber
Vorstand für die Bereiche Informationstechnologie und
Risiko-Controlling.
Sarrazin, der bereits als Berliner Finanzsenator mit provokanten Äußerungen polarisiert hatte, hatte zuletzt mit Aussagen zum angeblich fehlenden Integrationswillen vieler Ausländer in einem Interview der Zeitschrift Lettre International für Empörung gesorgt. Die Berliner Staatsanwaltschaft prüft, ob ein Anfangsverdacht der Volksverhetzung vorliegt. Sarrazin hatte sich öffentlich entschuldigt, einen Rücktritt aber abgelehnt.
(AP/jW)
Sarrazin, der bereits als Berliner Finanzsenator mit provokanten Äußerungen polarisiert hatte, hatte zuletzt mit Aussagen zum angeblich fehlenden Integrationswillen vieler Ausländer in einem Interview der Zeitschrift Lettre International für Empörung gesorgt. Die Berliner Staatsanwaltschaft prüft, ob ein Anfangsverdacht der Volksverhetzung vorliegt. Sarrazin hatte sich öffentlich entschuldigt, einen Rücktritt aber abgelehnt.
(AP/jW)
→ Sie können uns auch mit einer Spende unterstützen
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Solidarität jetzt!
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!
→ mehr aus dem Ressort Inland
