-
29.08.2009
- → Inland
»Sauerland«-Zeuge verweigert Aussage
Frankfurt/M. Der im Prozeß des Oberlandesgerichts (OLG)
Frankfurt am Main gegen zwei mutmaßliche Helfer der
sogenannten Sauerland-Gruppe geladene Zeuge Adem Y. hat am Freitag
die Aussage verweigert. »Ich habe mit meinem Anwalt
besprochen, nichts zu sagen«, sagte der 30jährige, der
sich als einer von vier mutmaßlichen Rädelsführern
der »Islamischen Dschihad Union (IJU)« derzeit vor dem
OLG Düsseldorf verantworten muß. Mitte August hatte Y.
gestanden, eine Serie von Anschlägen in Deutschland geplant zu
haben.
Die Bundesanwaltschaft wirft dem in Frankfurt angeklagten 28jährige Omid S. und dem 27jährigen Hüseyin Ö. vor, in den Jahren 2006 und 2007 Ausrüstungsgegenstände und Hilfsgüter für die IJU beschafft haben. Die meisten der beim Internet-auktionshaus eBay ersteigerten Gegenstände wie ein Nachtsichtgerät, Ferngläser, MP3-Player und Funktionsunterwäsche hätten die Angeklagten in Pakistan und im Iran an IJU-Mittelsmänner übergeben. Adem Y. sollen sie zudem Verfügungsgewalt über ihre EC-Karten eingeräumt haben.
Ebenfalls am Freitag nahmen Beamte des Bundeskriminalamtes im Großraum Frankfurt einen weiteren Terrorverdächtigen fest. Der 24jährige Kadir T. wird ebenfalls beschuldigt, die IJU unterstützt zu haben. Er soll im Juni 2007 im Auftrag der »Sauerland-Gruppe« eine Videokamera und ein Nachtsichtgerät für die IJU gekauft haben.
(ddp/jW)
Die Bundesanwaltschaft wirft dem in Frankfurt angeklagten 28jährige Omid S. und dem 27jährigen Hüseyin Ö. vor, in den Jahren 2006 und 2007 Ausrüstungsgegenstände und Hilfsgüter für die IJU beschafft haben. Die meisten der beim Internet-auktionshaus eBay ersteigerten Gegenstände wie ein Nachtsichtgerät, Ferngläser, MP3-Player und Funktionsunterwäsche hätten die Angeklagten in Pakistan und im Iran an IJU-Mittelsmänner übergeben. Adem Y. sollen sie zudem Verfügungsgewalt über ihre EC-Karten eingeräumt haben.
Ebenfalls am Freitag nahmen Beamte des Bundeskriminalamtes im Großraum Frankfurt einen weiteren Terrorverdächtigen fest. Der 24jährige Kadir T. wird ebenfalls beschuldigt, die IJU unterstützt zu haben. Er soll im Juni 2007 im Auftrag der »Sauerland-Gruppe« eine Videokamera und ein Nachtsichtgerät für die IJU gekauft haben.
(ddp/jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Solidarität jetzt!
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!
→ mehr aus dem Ressort Inland