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Diskuswerfen: Wirf weiter

Berlin. Diskus-Vizeweltmeister Robert Harting hat neun Tage vor Beginn der Leichtathletik-WM in Berlin seine Äußerungen zur Dopingfreigabe relativiert. »Es ist offensichtlich, daß ich natürlich nicht für Doping stehe«, schrieb der 24jährige auf seiner Homepage. Er habe lediglich den Sinn des Antidopingkampfes in Relation zu Aufwand und Nutzen bzw. Erfolg gesetzt. Der Berliner hatte jüngst erklärt: »Wo Geld ist, wird gedopt. Eigentlich ist es sinnlos, gegen diese Tatsache anzukämpfen. (...) Manchmal frage ich mich, ob es nicht besser wäre, Doping in irgendeiner Form zu erlauben, so knallhart sich das auch anhören mag. Dann würde sich zumindest niemand mehr darüber aufregen.« DLV-Präsident Clemens Prokop bezeichnete diese Aussagen am Dienstag als »blanken Unsinn«.

(sid/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 06.08.2009, Seite 16, Sport

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