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Gegen Buch-FSK

Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels hält die vom SPD-Innenpolitiker Sebastian Edathy geforderte freiwillige Selbstkontrolle (FSK) des Buchhandels für kaum umsetzbar an. Eine freiwillige Selbstkontrolle in Form einer von den Händlern vorgenommenen Prüfung von Buchinhalten sei problematisch, sagte der Justitiar des Börsenvereins, Christian Sprang, am Dienstag in Frankfurt am Main. Edathy will die Verbreitung rechtsextremistischer Bücher über das Internet erschweren. Sprang sagte, Buchhandlungen könnten auf Kundenwunsch rund eine Million lieferbarer Buchtitel in deutscher Sprache beschaffen. Eine Prüfung von deren Inhalten durch den Buchhändler sei »schon aufgrund der schieren Menge unmöglich«. Der Börsenverein bot jedoch an, mit der Justiz ein Frühreaktionssystem einzurichten, mit dem volksverhetzende und den Nazismus verherrlichende Bücher unmittelbar nach einer Gerichtsentscheidung aus dem Buchhandel entfernt werden könnten. Bei einer Stichprobe Anfang Juli hatte das American Jewish Committee (AJC) rund 60 antisemitische oder revisionistische Bücher auf den deutschen Seiten von Amazon.de festgestellt. (ddp/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 22.07.2009, Seite 12, Feuilleton

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