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Bankenskandal: ­Prozeß vertagt

Berlin. Der Strafprozeß im Zusammenhang mit dem Berliner Bankenskandal kommt wegen mehrerer Befangenheitsanträge nur schleppend voran. Auch am zweiten Verhandlungstag am Montag konnte vor dem Berliner Landgericht noch nicht die Anklageschrift verlesen werden.Im Verfahren müssen sich neben dem ehemaligen Berliner CDU-Fraktionsvorsitzenden Klaus-Rüdiger Landowsky elf weitere Ex-Bankmanager wegen Untreue verantworten. Landowsky lehnte am Montag die Vorsitzende Richterin wegen Befangenheit ab. Der Prozeß wurde daher auf den 13. Juli vertagt. In dem Verfahren geht es um zwei Fonds der Bankimmobilientochter IBG, die Mitte der 1990er aufgelegt und den Zeichnern langfristig Mietgarantien und erhebliche Steuervorteile geboten haben sollen. Dadurch soll ein Schaden von 58 Millionen Euro entstanden sein.

(ddp/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 30.06.2009, Seite 5, Inland

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