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NPD kündigt Pakt mit DVU auf

Frankfurt/Main. Die NPD hat am Wochenende den sogenannten Deutschland-Pakt mit der DVU aufgekündigt und will nun selbst bei der Landtagswahl in Brandenburg antreten. Der vom NPD-Vorsitzenden Udo Voigt und dem langjährigen Chef der Deutschen Volksunion, Gerhard Frey, beschlossene Pakt sah vor, daß sich beide Parteien bei Wahlen keine Konkurrenz machen. Jetzt habe die Vereinbarung ihre Geschäftsgrundlage verloren, erklärte der NPD-Bundesvorstand. Die NPD bot der DVU jedoch die Plätze eins und drei auf der Landtagsliste in Brandenburg an. Bei der Wahl vor vier Jahren hatte die DVU 6,1 Prozent der Stimmen erreicht. Deren jetziger Bundesvorsitzender Matthias Faust warf der NPD am Wochenende Vertragsbruch vor. Außerdem habe die DVU ihre Wahlliste schon eingereicht. Mit dem NPD-Beschluß sei die DVU im wahrsten Sinne des Wortes »verraten« worden. Unter seiner Führung werde es ganz sicher keine Zusammenarbeit mehr mit der Parteiführung der NPD geben, äußerte der DVU-Chef.

(AP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 29.06.2009, Seite 4, Inland

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