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Fußball-Randspalte

Vordergründig

New York. Jermaine Jones hat dreimal für den DFB auf dem Platz gestanden und läuft ab sofort für die USA auf. Der New York Times hat er jetzt die Hintergründe seiner Entscheidung erklärt. Es sind eher Vordergründe. »In Deutschland sind Menschen wie ich unbeliebt. Man muß mich nur anschauen, ich bin nicht der perfekte Deutsche. Ich habe Tattoos, das mögen die Deutschen nicht. Die Menschen in den Staaten sehen eher aus wie ich.« Geboren wurde der Mittelfeldspieler von Schalke 04 vor 27 Jahren in Frankfurt/Main. Er ist im Besitz beider Staatsbürgerschaften und hat dem DFB am 9. Juni mitgeteilt, daß er wechseln will. Seit kurzem können auch Spieler über 21 Jahre das Nationalteam wechseln, solange sie kein Pflichtspiel für die A-Nationalmannschaft eines Landes absolviert haben. Jones’ Spiele für den DFB gegen Österreich, Belarus und England waren keine Pflichtspiele. Frühestens könnte er am 12. August gegen Mexiko für die USA auflaufen. (sid/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 16.06.2009, Seite 16, Sport

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