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USA: Verzicht auf Luftangriffe »unklug«

Washington. Trotz massiver Kritik am Tod von über hundert Zivilisten durch US-Luftangriffe in Afghanistan wollen die Besatzer auch künftig nicht auf Bombardements verzichten. »Wir können nicht kämpfen, wenn wir eine Hand hinter dem Rücken festgebunden haben«, sagte der Sicherheitsberater der US-Regierung, James Jones, am Sonntag dem Fernsehsender ABC. Die Anstrengungen, um zivile Opfer zu vermeiden, sollten nochmals verdoppelt werden. Ein Verzicht auf Luftangriffe sei aber »unklug«, erklärte Jones. Der für die Truppen in Afghanistan zuständige US-General David Petraeus kündigte eine »gründliche Untersuchung der Vorfälle« an. Laut Afghanistans Staatschef Hamid Karsai kamen bei den Kämpfen vom Dienstag bis zu 130 Zivilisten ums Leben. Er forderte daraufhin ein Ende der US-Luftangriffe in Afghanistan.

(AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 12.05.2009, Seite 2, Ausland

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