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Ausnahmezustand in Regionen in Peru

Lima. Nach Protesten von Ureinwohnern hat die peruanische Regierung für mehrere Regionen im Nordosten des Landes den Ausnahmezustand verhängt. Er gelte für 60 Tage in mehreren Bezirken im Amazonas-Gebiet, wie die Regierung in Lima am Samstag in ihrem Amtsblatt mitteilte. Die Regierung begründete ihren Schritt mit wochenlangen Protesten und Blockaden von Ureinwohnern, die nach Angaben aus Lima die Öl- und Gasförderung in dem Andenstaat behindern. Die Ureinwohner Perus werfen der Regierung in Lima Umweltzerstörung durch den Bau von Industrieanlagen auf ihrem Gebiet vor. Medienberichten zufolge blockierten sie zuletzt unter anderem die Amazonas-Nebenflüsse Curaray und Napo. In den vergangenen zwei Wochen griff demnach zweimal die Armee ein, um Schiffe des britisch-französischen Ölkonzerns Perenco passieren zu lassen.

(AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 11.05.2009, Seite 1, Ausland

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