-
11.05.2009
- → Ausland
Ausnahmezustand in Regionen in Peru
Lima. Nach Protesten von Ureinwohnern hat die peruanische Regierung
für mehrere Regionen im Nordosten des Landes den
Ausnahmezustand verhängt. Er gelte für 60 Tage in
mehreren Bezirken im Amazonas-Gebiet, wie die Regierung in Lima am
Samstag in ihrem Amtsblatt mitteilte. Die Regierung begründete
ihren Schritt mit wochenlangen Protesten und Blockaden von
Ureinwohnern, die nach Angaben aus Lima die Öl- und
Gasförderung in dem Andenstaat behindern. Die Ureinwohner
Perus werfen der Regierung in Lima Umweltzerstörung durch den
Bau von Industrieanlagen auf ihrem Gebiet vor. Medienberichten
zufolge blockierten sie zuletzt unter anderem die
Amazonas-Nebenflüsse Curaray und Napo. In den vergangenen zwei
Wochen griff demnach zweimal die Armee ein, um Schiffe des
britisch-französischen Ölkonzerns Perenco passieren zu
lassen.
(AFP/jW)
(AFP/jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Solidarität jetzt!
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!
→ mehr aus dem Ressort Ausland