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Gentechfirmen planen neue Versuche

München. Anläßlich der jüngst erteilten Anbaugenehmigung für die genmanipulierte Kartoffelsorte Amflora fordert das Umweltinstitut München einen Zulassungsstopp für weitere Freisetzungsversuche. Nach Informationen des Instituts sind für 2009 noch sechs weitere Genpflanzenexperimente beantragt, u.a. mit Mais, Petunien, Kartoffeln und Gerste. So plant die Universität Rostock den Anbau von Kartoffeln, denen Teile des Cholerabakteriums eingebaut wurden. Andere Pharmakartoffeln sollen im Rahmen des Versuchs einen Impfstoff gegen die Kaninchenseuche RHD bilden. Gegen diese Versuche wurden bislang 70000 Einwendungen eingereicht oder per E-Mail bei Landwirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) protestiert. Über die Genehmigung will das Ministerium demnächst befinden. (PI/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 04.05.2009, Seite 9, Kapital & Arbeit

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