-
11.04.2009
- → Ausland
Apartheid-Opfer dürfen Konzerne verklagen
New York. Opfer des südafrikanischen Apartheid-Regimes
dürfen in den USA mehrere Großkonzerne, darunter
deutsche Unternehmen, wegen Mittäterschaft bei
Menschenrechtsverletzungen verklagen. Wie am Donnerstag bekannt
wurde, gab eine Richterin am Mittwoch in New York grünes Licht
für Sammelklagen von Apartheid-Opfern an US-Gerichten. Demnach
dürfen die Opfer Klagen gegen verschiedene multinationale
Firmen wegen Beteiligung an Menschenrechtsverletzungen in
Südafrika einreichen. Richterin Shira Scheindlen ließ
Klagen gegen die Autobauer Daimler, Ford und General Motors zu
sowie gegen den deutschen Konzern Rheinmetall. Auch der
US-Computerkonzern IBM und der japanische Informatikriese Fujitsu
dürfen wegen der Zusammenarbeit mit dem Apartheid-Regime
verklagt werden. Den Unternehmen wird vorgeworfen, die
Rassentrennung unterstützt zu haben. Einigen, darunter
Daimler, wird die Unterstützung von willkürlichen
Hinrichtungen und Folter vorgeworfen oder die Anstachelung dazu.
(AFP/jW)
→ Sie können uns auch mit einer Spende unterstützen
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Solidarität jetzt!
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!
→ mehr aus dem Ressort Ausland
