Zum Inhalt der Seite

Fußball-Randspalte

Beleidigt I

Rom. Maurizio Zamparini, Präsident des italienischen Fußball-Erstligisten US Palermo, droht mit seinem Rücktritt und dem Verzicht auf den Bau eines neuen Stadions. Die Staatsanwaltschaft Palermo hat gegen ihn und drei italienische Profis Ermittlungen wegen des Verdachts auf Spielmanipulation eingeleitet. Franco Brienza, Vincenzo Montalbano und Salvatore Aronica werden beschuldigt, in der Saison 2002/03 Spiele ihres damaligen Vereins Ascoli Calcio verschoben zu haben. Das Trio soll 200000 Euro dafür kassiert haben, dem Aufstiegsanwärter US Palermo zum Sieg verholfen zu haben. Das Duell endete 2:1 für Palermo, die betreffenden Spieler wurden aber nicht eingesetzt. Die Untersuchungen stützen sich auf Aussagen eines Mafia-Aussteigers. (sid/jW)

Beleidigt II

Manchester. Robinho hat Brasi­liens Fußball-Idol Pele mit einer Klage gedroht, falls der 68jährige seine Drogenvorwürfe gegen den Nationalspieler nicht öffentlich zurücknimmt. »Wenn Pele sich nicht rührt, muß er sich wegen seiner unglücklichen Aussagen vor Gericht verantworten« heißt es in einer Mitteilung auf der Webseite des Stürmers von Manchester City. Pele hatte in einem Interview mit einem brasilianischen Radiosender Robinho und den früheren Weltfußballer Ronaldo mit Drogen in Verbindung gebracht. »Es wäre ungerecht, über Drogen im Fußball zu reden, nur weil es ein bis zwei Fälle gibt, die damit ein Problem haben, wie zum Beispiel Ronaldo oder Robinho«, hatte Pele nach einer Gerichtsverhandlung erklärt, in der sich sein Sohn Edinho wegen Kokainbesitzes verantworten muß. (sid/jW)
→ Sie können uns auch mit einer Spende unterstützen
Erschienen in der Ausgabe vom 26.03.2009, Seite 16, Sport

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!