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U-Bahn-Bau könnte Einsturzursache sein

Köln. Nach dem Einsturz des Historischen Stadtarchivs in Köln wird der Bau der U-Bahn als mögliche Ursache genannt. Trotz der Katastrophe lehnt der Vorstandssprecher der Kölner Verkehrsbetriebe (KVB), Jürgen Fenske, jedoch einen Baustopp bei der Nord-Süd-Stadtbahn ab. Der Krisenstab des Unternehmens habe sich dagegen ausgesprochen. Kölns Oberbürgermeister Fritz Schramma (CDU) stellte indes den Weiterbau der neuen U-Bahn-Linie unter der Altstadt infrage. »Ich halte das fast für unverantwortlich«, sagte Schramma. Wegen des Einsturzes des Stadtarchivs und der beiden benachbarten Gebäude gehe die Staatsanwaltschaft dem Verdacht der Baugefährdung und der fahrlässigen Körperverletzung nach, sagte der Kölner Oberstaatsanwalt Günther Feld.

Am Mittwoch nachmittag wurden immer noch zwei Männer vermißt. Die Überlebenschancen der beiden Bewohner von Dachgeschoßwohnungen der Häuser, die sich neben dem vierstöckigen Stadtarchiv befanden und am Dienstag ebenfalls zusammengefallen waren, sind nach Angaben der Feuerwehr gering. Wie viele Dokumente durch den Einsturz beschädigt oder vernichtet wurden, war noch nicht abzusehen.


(ddp/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 05.03.2009, Seite 5, Inland

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