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Frauen verdienen deutlich weniger

Frankfurt/Main. Der Lohnabstand zwischen Männern und Frauen in Deutschland hat sich weiter vergrößert. Nach Angaben von EU-Sozialkommissar Vladimir Spidla stieg der Rückstand der weiblichen Beschäftigten gegenüber ihren männlichen Kollegen beim durchschnittlichen Stundenlohn im vergangenen Jahr von 22 auf 23 Prozent. »Damit gehört Deutschland nach wie vor zu den Staaten mit der größten Ungleichheit bei der Bezahlung von Männern und Frauen«, sagte Spidla im Gespräch mit der Tageszeitung Die Welt (Montagausgabe). Mit 23 Prozent Lohngefälle übertrifft Deutschland klar den Durchschnitt aller Mitgliedstaaten der EU von 17,4 Prozent.

Die stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende Christel Humme nannte die neuen Zahlen in der Zeitung einen »gesellschaftlichen Skandal« und forderte auch gesetzliche Schlußfolgerungen. Der Deutsche Frauenrat und die Gewerkschaften haben für den 20. März zu einem »Tag der gleichen Bezahlung« aufgerufen. Bundesweit sind 70 Aktionen geplant.


(AP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 24.02.2009, Seite 4, Inland

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