Zum Inhalt der Seite

Vorwurf: Mehdorn wußte von Spitzelei

Berlin. Bahnchef Hartmut Mehdorn ist laut Mitarbeitern der Konzernrevision offenbar wiederholt über Spitzelaufträge gegen Beschäftigte des Unternehmens informiert worden. Das gehe aus einem Schreiben an Mitglieder des Bundestags-Verkehrsausschusses vom 5. Februar hervor, berichtete die Welt am Sonntag. In dem Brief beklagten sich die Mitarbeiter zudem darüber, daß der Chef der Konzernrevision, die Mehdorn direkt unterstellt ist, in mehreren konkreten Verdachtsfällen interne Ermittlungen gestoppt habe, weil hochrangige Mitarbeiter im Visier waren. Zudem seien hohe Rechnungen der mit der Bespitzelung beauftragten Detektei Network bezahlt worden, »obwohl ihnen in zahlreichen Fällen keine adäquate Gegenleitung gegenüberstand«. (ddp/jW)
junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 09.02.2009, Seite 4, Inland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!