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Ausbeutung für Aldi, Lidl & Co

Berlin. Die deutschen Discounter stehen wegen schlechter Arbeitsbedingungen in ihren Produktionsstätten erneut in der Kritik. Laut einer Studie des Netzwerks Clean Clothes Campaign, die am Dienstag am Dienstag der Öffentlichkeit vorgestellt wird müssen Beschäftige in Textilfabriken in Indien, Bangladesch, Sri Lanka und Thailand, die Aldi, Lidl, Wal-Mart, Tesco und Carrefour beliefern, bis zu 90 Stunden wöchentlich arbeiten. Überstunden würden oft nicht bezahlt; der Lohn sei so niedrig, daß die Menschen kaum davon leben könnten. Erst zu Monatsbeginn hatte das Südwind-Institut die systematische Verletzung von Frauen- und Arbeitsrechten in chinesischen Zulieferbetrieben kritisiert, die Computer, Fahrräder und Textilien für Aldi herstellen.

(ddp/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 09.02.2009, Seite 1, Inland

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