Zum Inhalt der Seite

Warnstreiks im öffentlichen Dienst

Stuttgart/Düsseldorf. Mit Warnstreiks in Düsseldorf und in Nordwürttemberg hat die GEW am Mittwoch auf die Weigerung der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) reagiert, bei den Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst ein Angebot vorzulegen.

In Düsseldorf nahmen mehr als 1000 Lehrer an der ersten landesweiten Streikkundgebung der Gewerkschaft teil. Die Pädagogen unterstützten damit die Forderung der GEW und der anderen Gewerkschaften des öffentlichen Dienstes nach einer Einkommenserhöhung um acht Prozent sowie verbesserter tariflicher Eingruppierung der angestellten Lehrkräfte. Der GEW-Landesvorsitzende Andreas Meyer-Lauber sprach von einem »deutlichen Warnsignal« an die TdL. Die GEW werde nicht zu­lassen, daß die Einkommensentwicklung bei den Landesbediensteten von der der Kommunal- und Bundesbeschäftigten abgekoppelt werde.
Anzeige


An den Warnstreiks an Schulen in Nordwürttemberg haben sich am Mittwoch rund 500 angestellte Lehrer und Erzieher beteiligt. In Heilbronn und Ludwigsburg gab es Kundgebungen. Die Aktionen sollen am heutigen Donnerstag fortgesetzt werden. Die GEW-Verhandlungsführerin Ilse Schaad erklärte, man werde solange die Arbeit niederlegen, bis ein verhandlungsfähiges Angebot auf dem Tisch liege. (jW)
junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 29.01.2009, Seite 4, Inland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!