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Fußball: Ohne Supporter

Hamburg. Am Sonntag abend wurde auf der größten Mitgliederversammlung in der Geschichte des Hamburger Sportvereins ein neuer Aufsichtsrat gewählt. Von angekündigten Putschversuchen war nichts zu bemerken. Klubchef Bernd Hoffmann hat nach der Wahl eher weniger Gegenwind vom Kontrollgremium zu erwarten als bisher. Die Kandidaten der kommerzkritischen Fanorganisation »Supporters«, die im Vorfeld als »Totengräber des HSV« verunglimpft worden waren, blieben chancenlos. Statt dessen wurde u.a. ein Kompetenzteam der Hamburger Wirtschaft gewählt. Dazu gehört der beim HSV zum Ende seiner Karriere geschaßte Sergej Barbarez. »Ich bringe sportliche Kompetenz mit, und auch die ist im Aufsichtsrat erforderlich«, erklärte der Bosnier. Hoffmann versprach den geschlagenen Supporters zum Trost, daß Ticketpreise von zuletzt bis zu 97 Euro passé sind: »Wird nicht wieder vorkommen«, sagte er sichtlich gelöst.(sid/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 27.01.2009, Seite 16, Sport

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