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Schwimmen: Elend

Frankfurt/Main. Vizeweltmeisterin Annika Lurz sieht für die Zukunft des deutschen Schwimmsports schwarz und hat die Führung des deutschen Verbandes DSV vor der Präsidiumssitzung am Freitag in Frankfurt/Main scharf attackiert. »Wenn man großartig etwas ändern und der DSV den Anschluß an die Welt­spitze irgendwann mal wieder schaffen will, dann sollte man auch mal über das Präsidium nachdenken«, sagte Lurz dem kicker.

Während die DSV-Spitze nach der fristlosen Kündigung des Vertrags von Sponsor adidas am Montag abgetaucht ist, kritisierte Lurz im Anzug-Streit sowohl den Verband als auch den langjährigen Ausrüster. »Vor Olympia wurden wir kräftig vom DSV eingeschüchtert, wir haben Disziplinarverfahren und Strafgelder angedroht bekommen«, erklärte sie und ließ auch kein gutes Haar an adidas: »Die Anzüge sind nicht erst seit gestern schlecht, sondern wir sagen das bereits seit 2006. Wir haben unsere Mithilfe zur Verbesserung angeboten, diese wurde aber nicht wahrgenommen.« Lurz sprach sich in Zukunft wie viele andere Schwimmer für eine freie Anzugwahl aus.


(sid/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 19.12.2008, Seite 16, Sport

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