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Fußball-Randspalte

Rom, irre

Rom. Wenn Brasiliens Präsident Luiz Ignacio Lula zu Besuch kommt, läßt man sich natürlich was besonderes einfallen. Italiens Regierungschef Silvio Berlusconi besann sich auf sein Ehrenamt als Boß des AC Mailand und lud die Brasilianer des Vereins in den Regierungssitz. Dida, Kaka, Emerson, Ronaldinho und Pato wurden vom Training freigestellt, reisten brav nach Rom. »Für uns war es schön, hier in Italien unseren Präsident, zusammen mit unserem zweiten Präsidenten Berlusconi, zu treffen«, stammelte Kaka hinterher. Er wußte vor lauter Präsidenten lange nicht mehr, wohin mit sich. Die Opposition hatte hernach wie immer was zu meckern. Warum die Brasilianer der anderen italienischen Klubs nicht eingeladen worden seien, wollte sie wissen. Ja, wo kämen wir denn da hin! (sid/jW)

Real-Realismus

Madrid. Pokal-Aus gegen Real Union Irun, einen Drittligisten aus dem Baskenland, acht Gegentore in den letzten drei Heimspielen – das ist einfach zu viel für Ramón Calderón, Präsident von Real Madrid. Spanische Medien wissen von einem Ultimatum. Wird das Liga-Spiel am Samstag gegen Real Valladolid nicht gewonnen, ist Bernd Schuster seinen Trainer-Job los. Die Frage nach den Ursachen der Krise beantwortet der »Blonde Engel« aus Deutschland übrigens nicht wie sein Stürmer Raul (»Es gibt keine Entschuldigung.«) Schuster gibt unumwunden zu: »Ich habe keine Ahnung«. Abwehrspieler Michel Salgado gibt sich hilfsbereit: »Union hat sechs Treffer in zwei Spielen gegen uns gemacht. Dies müssen wir analysieren. Wenn der Trainer nicht weiß, was in der Abwehr vor sich geht, dann müssen wir es ihm halt erklären.« (sid/jW)
junge Welt

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Erschienen in der Ausgabe vom 13.11.2008, Seite 16, Sport

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